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Am 10. Juli 2017 war es wieder soweit. Fünf neue Schulen wurden mit dem Berufswahl-SIEGEL - vormals Siegel "Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung" - ausgezeichnet: die Stadtteilschulen Alter Teichweg und Ehestorfer Weg, die Ganztagsschule Carsten-Rehder-Str., die Irena-Sendler-Schule und das Gymnasium Farmsen. Schulsenator Ties Rabe beglückwünschte die erst- sowie rezertifizierten Schulen und würdigte deren Engagement im Bereich der Berufs- und Studienorientierung.

Jury Mitglied Christina Hermany hob bei der Stadtteilschule Alter Teichweg hervor: "Beeindruckend war für uns als Juroren, wie in der Schule Alter Teichweg die Berufsorientierung flächenübergreifender Bestandteil des Schullebens ist und vom ganzen Kollegium getragen wird." Bei der Stadtteilschule Ehestorfer Weg sind es - so Juror Hanno Kleist - vor allem die frühen und systematischen Angebote zur Berufsorientierung ab der Jahrgangsstufe 7, wie z.B. das Projekt "Starthilfe". In der Ganztagsschule Carsten-Rehder-Straße beeindruckte vor allem das "2 in 1-Konzept": "Es wird der heterogenen Schülerschaft gerecht und fördert die Jugendlichen entweder an zwei Praxislerntagen oder einem betrieblichen und einem Powerlerntag zielgruppengerecht." In der Irena-Sendler-Schule zeigten alle an der Berufs- und Studienorientierung Beteiligten - so Jury Mitglied Stephanie Faase - dass auch eine große Schule mit über 1.000 Schülerinnen und Schülern über Prozesse verfügen kann, die eine strukturierte und individuelle Förderung vorbildhaft miteinander verbinden. Strukturierte und umfassende Angebote in der Berufs- und Studienorientierung - damit punktete auch das Gymnasium Farmsen. "Besonders beeindruckt hat uns aber auch die individuelle Prozessbegleitung der Schüler, die in dieser Form sicher als beispielgebend bezeichnet werden kann.", sagte Juror Till Walther.

Vier Schulen wurden nach einer Unterbrechung wieder mit dem Siegel ausgezeichnet. Die Stadtteilschule Fischbek/Falkenberg, die Gyula-Trebitsch-Schule, das Albert-Schweitzer-Gymnasium sowie die Stadtteilschule Süderelbe. Sie haben Umstrukturierungsprozesse genutzt und ihre Berufs- und Studienorientierung neu aufgestellt und systematisch verankert.

Schließlich wurde zwölf rezertifizierten Schulen das Siegel erneut verliehen. Sie erhielten von ihren Auditoren ihre Urkunden und Plaketten im neuen Siegel-Design: die Stadtteilschulen Lohbrügge, Julius Leber, Hamburg Mitte, Brüder Grimm, Niendorf, Goethe, St. Georg und Eppendorf sowie die Gymnasien Albrecht Thaer, Heidberg und Heisenberg. "Die ausgezeichneten Schulen haben das Berufswahl-Siegel mehr als verdient! Denn sie unterstützen ihre Schülerinnen und Schüler in beispielhafter Art dabei, eine klare Perspektive für ihren weiteren beruflichen Werdegang zu entwickeln. Sie sorgen sich um den erfolgreichen Anschluss in Ausbildung oder ins Studium und damit in den Beruf", so Doris Wenzel-O'Connor von SCHULEWIRTSCHAFT Hamburg.

Das Siegel ist eine Erfolgsgeschichte: 2000 in Gütersloh, Herford und Bielefeld eingeführt, 2004 bereits in Hamburg etabliert - wird es seit letztem Jahr nun in allen Bundesländern vergeben, davon in 12 Ländern flächendeckend. Von anfänglich 26 Siegel-Schulen ist die Zahl 2016 auf 1.562 bundesweit gewachsen. In Hamburg tragen 51 Schulen die Auszeichnung.

Die Gemeinschaftsinitiative aus SCHULEWIRTSCHAFT Hamburg, der Behörde für Schule und Berufsbildung, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und - neu - der Agentur für Arbeit Hamburg hat sich nicht nur dem bundesweit neuen Logo "Berufswahl-SIEGEL" angeschlossen. Auch die Sonderschulen wurden pilothaft in das Verfahren aufgenommen; ab 2018 geht die Ausschreibung regulär an alle.